Donnerstag, 28. Februar 2013

Frühjahr 2013

Wenig Hoffnung auf Wärme!

Der Winter, der aktuell nun zu Ende geht, hat gezeigt, wie persistent manche Großwetterlagen sein können. In diesem Fall meine ich die Nördlichen / Nordwestlich geprägten Wetterlagen, die, wie vermutet, im zurückliegenden Winter sehr häufig auftraten.

Und diese Persistenz scheint sich nahtlos in den Frühling fortzusetzen. Denn vom Major Warming des Polarwirbels Ende Januar hat sich dieser bis dato noch nicht erholt. Und eine Erholung des Polarwirbels wäre eine Grundvoraussetzung für die Umstellung der Zirkulation auf Frühlingskurs. Denn im Moment herrscht immer noch eine gestörte Zirkulation, der Atlantik durch ein starkes Hochdruckgebiet weit im Westen und einem Tiefdruckgebiet östlich davon quasi blockiert, dazu ein starkes Hochdruckgebiet nordwestlich von Skandinavien und gleichzeitig viel Kaltluftpotential über den Nördlichen Breiten und im Osten. Diese Situation ermöglicht immer wieder starke Kaltlufteinbrüche nach Mitteleuropa.

Diese werden u.a. durch Tiefdruckgebiete ausgelöst bzw. durch die Vorderseite derselbigen. Unangenehmer Nebeneffekt : erhöhte Niederschläge.

Es scheint heuer lange zu dauern bis endlich der Durchbruch zum Frühling erfolgt. Daher gehe ich davon aus, daß der Frühling zum Mittel 1961-1990  zu kalt ausfällt, geschätzt würde ich  -0,5° bis -1° Abweichung annehmen.

Freitag, 30. November 2012

Winter 2012/2013

Der Auf-und ab Winter?

Fangen wir ganz oben auf dem Globus an, in der Arktis! Schon seit einiger Zeit wird auf das Rekord-Eis-Minimum dort aufmerksam gemacht. Daß dieses Minimum verantwortlich dafür sein könnte, daß die Winter in Zukunft eisig kalt werden könnten.

Warum? Nun, die Theorie der Wissenschaftler ist, daß durch eine mangelnde Eisbedeckung im Winter, hervorgerufen durch eine starke Schmelzrate im arktischen Sommer (!), das Sonnenlicht nun stärker absorbiert wird. Im Folge dessen erwärmt sich das Wasser stärker als sonst üblich, und diese Wärme wird in den Folgemonaten an die Athmospäre abgegeben. Dies wiederum lässt die thermalen Gegensätze ( kalt/warm ) schwächer werden, was zu einer Abschwächung der Nordatlantischen Oszillation führt. Diese ist durch ihre Tiefdruckentwicklung für die vielen eher gemäßigten Winter in Mitteleuropa verantwortlich.

Ich hingegen glaube, daß dies nur ein Baustein ist. Es wird nämlich vergessen, daß auch die Entwicklung auf der Südhalbkugel eine gewichtige Rolle spielt, bzw. die Stärke des Golfstroms. Dieser transportiert ja warmes Wasser aus dem Mittleren/Südlichen Atlantik weit rauf bis in den Nordatlantik. Sehr wichtig ist die Warmwasseradvektion in Ri. Neufundland, der Geburtsstätte der Atlantischen Tiefdruckgebiete.

Und nun wird es interessant. Es ist anzunehmen, daß die Tiefdruckproduktion bei Neufundland zwar durch die verringerten thermalen Gegensätze abgeschwächt, jedoch nie ganz aussetzen wird. Dies wird wohl der Golfstrom verhindern.

Was wäre die Folge?

Ein auf und ab der Wettersysteme. Da die ganzen thermalen Prozesse ja immer Zeit brauchen bis sie sich verstärken bzw. abschwächen, ist anzunehmen, daß periodenweise starke Tiefdruckgebiete vom Atlantik mildes Wetter bringen, diese dann wieder durch Nordwestliche Tiefdruckgebiete / Nördliche Hochdruckgebiete ( Skandinavienhoch und daraus resultierend Kaltluft via Ost! ) mit Kälte und Niederschlägen hauptsächlich in Schneeform abgelöst werden.

Fazit : von der gemittelten Temperatur her dürfte aufgrund des auf-und ab dieser Winter "normal" ausfallen, was vom Klimamittel 1961-1990 eine Abweichung von 0° bis +0,5° bedeutet.