Freitag, 2. September 2022

Herbst 2022

Zunächst, wie immer, die Verifikation der Sommer-Prognose. Bei den Druckabweichungen hatte ich folgendes Szenario vermutet : 

(C)KURT HANSEN VIA NOAA

Das Ergebnis muss als mittelmäßig bezeichnet werden, eigentlich gar nicht mal so schlecht aber eben nicht genau : 


(C)NOAA

Tiefdruckanomalie über Grönland gut getroffen, ebenso Hochdruck im gesamten mittleren Atlantik und Gesamt-ME, auch recht gut getroffen der Hochdruck im Nordöstlich-Arktischen Bereich, absolut nicht getroffen hingegen die Tiefdruckanomalie über weiten Teilen Skandivaniens, dem Baltikum und West-Russland. 

Bei den vermuteten Großwetterlagen ein recht gutes Ergebnis vermutet wurden von mir : 

"Bei den Großwetterlagen vermute ich u.a. NWa, Wa, SWa, BM, NWz, Wz, SWz, desweiteren südliche Lagen, Troglagen und evtl. nördliche Lagen, zu nennen wären SEa, Sa, HNa, HB, NEa, HFa und HNz."

Bis auf SWz dominierten tatsächlich die erstgenannten, ferner Troglagen wie TrW und Nördliche Lagen wie HB,HFa und HNz, ausgeblieben sind hingegen südliche Lagen. Im Juni trat noch ein paar mal TB auf, diese hatte ich nicht "auf dem Schirm". 

Bei der Charakteristik des Sommer ist das Bild zweigeteilt. Zwar hatte ich vermutet, daß es häufig die Bildung von Azorenhochkeilen gibt welche von Tiefdruckentwicklungen abgelöst wird, diese waren aber sehr ausdauernd, und Tiefdruck herrschte in abgeschwächter Form hauptsächlich im Süden und Norden vor, und zwar während der "Pausen" der Ausgreifung der Azorenhochkeile. Es muss zu denken geben daß eine GWL wie BM ( mit 18 Tagen Spitzenreiter ) sich derart ausdauernd zeigt, man will sich kaum vorstellen wie sich der Sommer entwickelt hätte wenn es, wie 2003, öfters zur GWL HM gekommen wäre. 

Bei den Abweichungen lag ich zu konservativ. Vermutet hatte ich +0,5° bis 1° zu 1991-2020, Ergebnis : +1,73°, für 1961-1990 hatte ich +1° bis +2,5° veranschlagt, tatsächlich wurden es +3,03°.

Damit belegt der Sommer 2022 den 4ten Platz hinter dem Spitzenreiter 2003, gefolgt von 2018 und 2019. Er wird wohl, wie von mir vermutet, die neue "Normalität" einläuten. 

Kommen wir nun zum Herbst, der wie das Frühjahr äußerst unangenehm zu beurteilen ist weil in diesen Jahreszeiten viel Variabilität in der Athmosphäre vorherrscht. 

Man möge es mir nachsehen daß ich einige Textbausteine aus vergangenen Prognosen übernehme, denn vieles gleicht sich im Frühjahr und Herbst, und es anders zu formulieren damit es "besser" aussieht, das fällt mir altersbedingt nun immer schwerer!

Wie immer, wenn es in Richtung Herbst geht, die übliche Anmerkung, daß es Jahreszeitlich bedingt besonders ab Ende September zu immer mehr Kaltluftausbrüchen via Nördliche Hemisphäre kommt, dann beginnt die Polarnacht. Das aufeinandertreffen dieser Kaltluft auf das sehr warme Wasser im arktischen Bereich und des Nordatlantik würde normalerweise viel Tiefdruck zur Folge haben - Nota Bene : Starke Gegensätze sind Tiefdruckfördernd, schwache Gegensätze Hochdruckfördernd - allerdings muss man anmerken daß durch den anthropogen forcierten Klimawandel die Lufttemperaturen der Arktis ebenfalls stark angestiegen sind. somit verringern sich die Gegensätze und Tiefdruck hat es dadurch schwerer sich zu bilden.

Blick auf die Anomalien der Wassertemperaturen :  


(C)NOAA

Auffällig sind die fast durchweg hohen Wassertemps in den für Europa relevanten Gebieten. Tropischer, mittlerer, nördlicher Atlantik, Davis-Straße&Baffin-Bay ( Grönland ), alle weisen sehr hohe positive Abweichungen auf, noch höher als vergangenes Jahr. Einzig westlich der Kanaren/südlich der Azoren befindet sich kälteres Wasser. Ob nun die bevorstehenden Kaltluftausbrüche via NH dafür sorgen werden daß nun weitere Kaltluft in den mittleren Atlantik befördert wird ( aufgrund der Drehrichtung der Tiefdruckgebiete links herum ) und eine durchgreifende Zirkulationsänderung in Gang bringen, bleibt abzuwarten, eher ist zu vermuten daß der September und auch Teile des Oktober noch von der bisherigen Zirkulation beherrscht werden, allerdings dürften sich Störungen häufen .

Ebenso auffällig sind wieder die Anomalien der Wassertemps im mittleren und nördlichen Pazifik, also vor den Westküsten der USA und Kanada bis nach Alaska hinauf. Hier scheint es auf einen neuerlichen Rekord der Anomalien hinaus zu laufen, im Herbst 2018 & Herbst 2021 gab es ähnlich hohe Anomalien, diese resultierten dann in deutlich dominanten GWL-Typen der Zonalen und Gemischten Zirkulation, da sich dadurch das Aleutentief stärkt, welches über den Jetstream direkte Auswirkungen zum Islandtief hat. Aber auch diese Entwicklung dürfte, so sie denn anhält, sich erst recht spät auswirken.

Blicken wir auf den Jahreszeitlich bedingt immer wichtiger werdenden NAO-Index, welcher die Druckdifferenz zwischen dem Islandtief im und dem Azorenhoch darstellt.


 

(C)NOAA

Weite Teile des Sommers waren von einem neutralen NAO-Index geprägt, Mitte Juni und im August zeigen sich deutlich positive Tendenzen, das waren auch die Perioden in denen es häufiger Tiefdruckeinfluss gab, aber wie oben erwähnt nicht überall. Zur Mitte des September hin soll sich der NAO-Index Ri. neutral bewegen, und einige Member ziehen auch in den positiven Bereich, evtl. ist das ein Fingerzeigt für auflebende Zonalität. 

Die Frontalzone war im Sommer deutlich nördlich orientiert, was erklärt, warum die Azorenhochkeile sich so gut durchsetzen konnten : 


(C)NOAA

Die weit nördlich liegende Frontalzone könnte sich in Bezug auf die Hurrikan-Saison als interessant erweisen. In den vergangenen 2 Wochen hat sich der Hochdruck des Nordöstlich-Arktischen Bereichs etwas nach Südwesten orientiert. Sollte dies so weitergehen dann besteht die Möglichkeit, daß sich letzlich Hochdruck über Westrussland etabliert. Kommt es darüber hinaus auch zu gesteigerter Zonalität, so steht wechselhafteren Monaten wenig entgegen, denn wenn genügend Zonalität vorherrscht, "rauscht" diese über ME hinweg, trifft auf Hochdruck über Westrussland und wird dadurch noch gestärkt. 

(C)NOAA

Für dieses Jahr wird eine eher normale Hurrikan-Saison erwartet. Wird ein Ex-Hurrikan / Tropischer Sturm als Tiefdruckgebiet in die Westwindzirkulation eingebunden, ist eher wechselhaftes Wetter zu erwarten. Wird eine eher Südlich / Südwestliche Zugbahn eingeschlagen, dann werden warme bis sehr warme subtropische Luftmassen advehiert und ein Azorenhochkeil unterstützt. 

Das wäre, wie zonale Lagen im Hochsommer, ein sog. "Türöffner" für sehr warmes aber eher unbeständiges Wetter, verursacht bspw. durch die GWL SWz.

Eine normale Hurrikan-Saison könnte nun Gemischte und zonale Lagen begünstigen, und da sich die Frontalzone heuer weit nördlich orientiert hat - siehe den Plot der Frontalzone weiter oben - kann davon ausgegangen werden daß es im weiteren Verlauf des Herbst evtl. öfters dazu kommt, daß außertropische Systeme in die Europäische Wetterzirkulation eingebunden werden.

Blicken wir nun auf die Abweichungen der Luft-Temps auf der NH des vergangenen Sommer, man erkennt negative Abweichungen Grönland/Island, und auch an der Ostküste der Davis-Straße in Kanada gab es negative Abweichungen : 


 (C)NOAA

Dieser Umstand führte, wie schon in den vergangenen Jahren, zu einer leicht abgeschwächten Schmelzrate der NH. Eine eher abgeschwächte Schmelzrate des Schnees bedeutet etwas weniger Süßwassereintrag in den Labrador-bzw. Neufundlandstrom, dadurch bessere Voraussetzungen für Tiefdruckbildung im Bereich Neunfundland, der Geburtststätte der Atlantischen Tiefs. Hier die Anomalien der Schnee-Schmelzrate der NH von Juni und Juli:


 (C)RUTGER SNOW LAB

Ein Blick auf den Jetstream, es zeigt sich daß der Polarfrontjetstream bis auf Mäandrierungen im Nordatlantik schon recht gut ausgebildet ist:



(C)METEOCIEL

Mit folgenden Druckabweichungen könnte im Herbst zu rechnen sein :


 (C)KURT HANSEN VIA NOAA

Daraus resultierend dürfte es hauptsächlich zu Gemischten und Zonalen Lagen kommen, allerdings mit Vorteil bei den Gemischten Lagen. Meridionale Lagen werden auch auftreten, hier muss abgewartet werden wie sich die Hurrikan-Saison auf die Zirkulation auswirkt, denn ziehen außertropische Stürme Ri. Norden so iniziiert dies eher Meridionale Lagen. Bei den Großwetterlagen sind BM, NWa, SWz, SWa, TrM,HNz, HNFz, HB, HFz,Nz, TrW, TB zu erwarten, ferner Wz, Wa und WW.

Die Abweichung zu 1961-1990 ( Klimareferenzperiode für Jahreszeiten ) dürfte +1,5° bis +2,5° betragen, zu 1991-2020 +1° bis +2°.  

Quelle der Grafiken : 

https://psl.noaa.gov/data/histdata/
https://www.meteociel.fr/
https://climate.rutgers.edu/snowcover/
https://www.ospo.noaa.gov/Products/ocean/sst/anomaly/
https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/pna/nao.shtml
 
Text : (C)Kurt Hansen, Arrondissement Perpignan, Region Occitanie, Departement Pyrénées-Orientales, France. 


 



Dienstag, 31. Mai 2022

Sommer 2022

 Keine Überraschungen.

Das zurückliegende Frühjahr verlief so, wie ich es erwartet hatte - nämlich völlig anders als 2021, eher warm, sonnig und leider zu trocken, ich bleibe dabei daß 2021 einen Ausreißer in der Klimakatastrophe darstellt. Daher nehme ich an daß 2022 und vielleicht auch noch das Folgejahr eine Art "Plateau" darstellt und es anschließend umso stärker mit der globalen Erwärmung weiter geht. 

 So sahen die von mir vermuteten Druckabweichungen aus :


(C)KURT HANSEN VIA NOAA

Und so sieht das Ergebnis aus : 


(C)NOAA

Ein fast perfektes Ergebnis welches mich - man mag mir die Eitelkeit verzeihen - schon etwas stolz macht. Bei den Großwetterlagen ebenso ein gutes Ergebnis, denn fast alle Lagen wurden richtig erkannt. Dominierend waren u.a. BM, NWa,HNFa, HNFz und Troglagen TrW und TrM. Meridionale GWL waren mit 50 Tagen vorherrschend, danach 33 Tage mit gemischten GWL, Zonal mit 7 Tagen das Schlußlicht. Ein recht "normales" Frühjahr wenn es nach den GWL gibt, denn das Frühjahr ist oftmals meridional geprägt. 

Einzig bei der Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 lag ich daneben, das Frühjahr wird hier mit +0,2°/+0,3° Abweichung abschließen, vermutet hatte ich +0,5° bis +2°. Für 1961-1990 hatte ich +1° bis +3° vermutet, das Ergebnis wird sich wohl bei +1,4° einpendeln. 

Nun zum Sommer. Mit "Keine Überraschungen" ist gemeint, daß ich davon ausgehe, daß dieser Sommer "normal" verlaufen wird, normal für die neuen klimatischen Zeiten. Was das bedeutet? Es wird Hitze geben, warme Phasen, trockene Phasen, nasse wechselhafte kühle Phasen, und je nachdem wie sich die Druckverhältnisse anordnen wird es bevorzugte und benachteiligte Regionen geben. Einen "Jahrhundertsommer" schließe ich ebenso aus wie eine Wiederholung des Sommer 2021. 

Bisher verläuft es klimatisch gesehen sowieso recht normal. Das Final-Warming, die Umstellung auf die sommerliche Ostwind-Zirkulation, begann im März und dauerte bis zum April, das ist der übliche Zeitraum : 

(C)NOAA

Der Subtropenjetstream verlief bis dato in recht geregelten Bahnen 

(C)NOAA

wenn auch über Europa mit einer negativen Anomalie, was sich im kühleren April niederschlug und auch für den kühlen Start des Mai verantwortlich war. Diese Anomalie hat sich in den vergangenen Tagen zurückgebildet und positiv verstärkt


(C)NOAA

Die Restrukturierung des Subtropenjetstream im europäischen Bereich zeigt sich in den Druckabweichungen des Mai:

 
 (C)NOAA
 
In einem großen Bereich nördlich / östlich von ME, im Nordmeer und Grönland / Island  bis in den westlichen Atlantik mäßige bis starke Tiefdruckanomalie. Dem entgegen steht eine stark positive Druckanomalie über Frankreich und der Iberischen Hablinsel, durch diese kamen die zwei Vorstöße subtropischer Luftmassen eingangs der 2ten und in der 3ten Mai-Dekade zustande. Der dadurch entstandene Langwellenrücken war allerdings nicht stark genug um sich weit bis nach Norden auszudehnen. 

Werfen wir nun einen Blick auf die Druckverhältnisse auf der Nördlichen Hemisphäre : 




 (C)WETTERZENTRALE
 
Man sieht recht deutlich die Entwicklung negativen Geoptentials über den Aleuten. Dies könnte u.U. den Jetstream dahingehend beeinflußen daß dieser stärker mäandriert, ein Trog-Keil-Muster wäre die Folge. Allerdings zeigt sich ein recht starkes Azorenhoch, dem negatives Geopotential im Bereich Grönland / Island gegenüber steht. Ein starkes Azorenhoch ist kein Garant für einen stabilen warmen Sommer, hier sollte sich, ausgehend vom Tiefdruck bei den Aleuten, der Jetstream dahingehend wirksam zeigen daß er oben genanntes Muster iniziiert, was zumindest phasenweise Sommer / Hochsommerwetter mit Wärme / Hitze / viel Sonne bedeuten könnte. 

Die Anomalien der Wassertemps stellen sich wie folgt dar :
 

 (C)NOAA
 
Ein recht großer Bereich westlich / nordwestlich der Azoren wird von teils sehr kaltem Wasser dominiert. Sollten hier warme Luftmassen auf dieses kalte Wasser treffen so ist davon auszugehen daß es dann eher zu antizyklonalen Großwetterlagen kommt, sowohl von Südwest als auch aus Nordwest.

Ob sich aufgrund dieser Gegebenheiten stabiler Hochdruck westlich der Azoren aufbaut um einen entsprechend starken Warmlufttransport dergestalt zu iniziieren, daß ein Langwellenrücken über Europa auf längere Sicht gesehen stabil bleiben kann ist zu bezweifeln, da der Jetstream wahrscheinlich stärker mäandrieren wird. Kommt es zu einer Austrogung im Ostatlantik dürfte sich diese gesamt gesehen auf den Bereich zwischen Island und den Azoren konzentrieren. Eine starke Hochdruckbildung vermute ich weiterhin über dem südwestlichen Raum und nicht genau über Mitteleuropa.
 
Vom Azorenhoch könnten sich also immer wieder Keile bilden, die für entsprechend warm-heißes und trockenes Wetter in Teilen von Mitteleuropa sorgen. Da aber diese Keile nicht lange stabil bleiben dürfte es immer wieder Störungen durch Tiefdruckeinfluß geben. Desweiteren muss angemerkt werden daß Hochdruckkeile des Azorenhochs nicht in der Lage sind, das gesamte Land oder gar gesamt ME "abzudecken"

Ich rechne daher ungefähr mit folgenden Druckabweichungen : 

 (C)KURT HANSEN VIA NOAA

Bei den Großwetterlagen vermute ich u.a. NWa, Wa, SWa, BM, NWz, Wz, SWz, desweiteren südliche Lagen, Troglagen und evtl. nördliche Lagen, zu nennen wären SEa, Sa, HNa, HB, NEa, HFa und HNz.

Die Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 dürfte sich zwischen 0,5° und 1° bewegen, zur Referenzperiode 1961-1990 zwischen 1° und 2,5°. 

Quelle der Bilder & Plots : 

https://psl.noaa.gov/data/histdata/
https://www.wetterzentrale.de/de/default.php
https://www.ospo.noaa.gov/Products/ocean/sst/anomaly/









Montag, 28. Februar 2022

Frühjahr 2022

Wieder liegt ein sehr milder Winter hinter uns, das ist nun schon Nr.11 in Folge. Und weitere dürften folgen, in Zukunft wird ein Winter als "sehr kalt" gelten wenn er bspw. wie der von 2012/2013 ( kalter Frebruar ) verläuft oder 2016/2017 ( kalter Januar ). 

Bis auf die Druckabweichungen ist die Winterprognose sehr gut eingetroffen, so sahen diese aus : 

(C)KURT HANSEN VIA NOAA

Und hier das Ergebnis : 

(C)NOAA

Das ist schon ein ziemlich ernüchterndes Ergebnis, es ist mir nicht gelungen, die klar dominierende Strömungsrichtung des Winters - nämlich West / Nordwest, wie von mir in der Winterprognose als Überschrift angeführt - klar in einem Plot darzustellen. 

Sehr gut getroffen hingegen die von mir vermuteten Großwetterlagen, nämlich NWz / NWa, BM, HM, SWz, SWa,Wz, Wa, TrM, TrW, TM,HB, TB mit Vorteil bei den Gemischten Wetterlagen. An 43 Tagen herrschten gemischte Wetterlagen, NWz, BM und NWa waren hier vorherrschend, an 36 Tagen gab es zonale Wetterlagen, hauptsächlich Wz und Wa, abgeschlagen mit 10 Tagen wurden Meridionale Wetterlagen notiert, zwei waren dabei die von mir vermuteten, nämlich TrM und HB. Nördliche und Nordöstliche Lagen spielten keine Rolle, auch hier lag ich richtig. Bei den Abweichungen hatte ich dagegen ein klein wenig zu tief gegriffen. Prognostiziert hatte ich 1° bis 2,5° zu 1961-1990, es sind fast 3° geworden und 0,5° bis 1,5° zu 1991-2020, hier läuft es auf 1,8° hinaus. 

Eine länger anhaltende Störung des Polarwirbel gab es wie vermutet nicht, im Gegenteil, er präsentierte sich kräftig und ausgewogen, kältere Abschnitte erfolgten, ebenfalls richtig von mir vermutet, aus Trogentwicklungen, Rückseiten von durchziehenden Tiefdruckgebieten und kurzzeitigen Blockadelagen. 

Beim Frühjahr wird es anders laufen als vergangenes Jahr, das steht für mich jetzt schon fest. 2021 wird sich auch in den anderen, noch folgenden Jahreszeiten, nicht wiederholen. Das Wetterjahr 2021 war eine Laune der Natur. Ein Querschläger der Evolution! 

Das zeigt sich schon beim Rückzug des Polarwirbel auf seinen normalerweise angestammten Platz über der zentralen Arktis : 

(C)FU BERLIN

Völlig anders als 2021, damals ein äußerst kleiner Polarwirbel, zwar stark wie aktuell, aber abseits des Zentrums platziert. Die aktuelle Position dürfte recht bald in den Zusammenbruch des Polarwirbel - das Final Warming - münden und die Umstellung auf sommerliche Ostwindzirkulation einleiten. Der anstehende Kaltlufteinbruch dürfte recht moderat ausfallen, die Nord/Nordöstliche Höhenströmung kann auch nur deswegen Mitteleuropa erreichen weil sich in der 550k Isentropen Fläche noch ein schmaler Höhenrücken ausbilden soll wie hier zu sehen, er reicht von der Biskaya / Frankreich bis Skandinavien : 

 
(C)FU BERLIN
 
Blicken wir auf den Jettream : 
 
 
(C)UNIVERSITY WYOMING
 
Der Polarfrontjetstream hat sich bereits weit zurückgezogen, der Subtropenjetstream allerdings noch nicht geschlossen, dies dürfte aber bald geschehen sein. 
 
Kommen wir zu den Wassertemperaturen und der Frage, ob der normalerweise im Frühjahr herrschende Gegensatz zwischen Wasser-und Lufttemperaturen zur verstärkten Bildung von Meridionalen Lagen führt, wie es "eigentlich" für das Frühjahr üblich ist?
 

 (C)NOAA

(C)NOAA
 
Wie schon 2021 zeigen sich keine großen Diskrepanzen zwischen Wasser-und Luftttemparturen über dem Atlantik und dem Europäischen Nordmeer, aber, anders als 2021 zeigen sich über der gesamten Zentralarktis und dem Arktischen Ozean deutlich positive Abweichungen der Lufttemperatur. Sollte es also heuer zu Nord/Nordöstlichen Lagen im Frühjahr kommen so werden diese bei weitem nicht so kalt ausfallen wie 2021. 
 
Bei der Analyse der zyklonalen Strukturen in 500hpa  fällt auf daß es zwar eine Zunahme gibt, diese sich aber heuer auf Mitteleuropa, den mittleren Atlantik und den subpolaren Bereich beschränkt, im subtropischen Bereich findet sich hingegen eine deutliche Abnahme zyklonaler Strukturen.



(C)NOAA

Gesamt gesehen würde ich sagen daß sich hier starke Mäandrierungen ankündigen die sich evtl. zu entsprechenden Omega-artigen Druckgebilden ausbilden könnten. 

Folge wären dann die für solche Druckkonstellationen typischen Wetterlagen wie bspw. BM, HM, SWa, Wa, HNa, NWa, evtl. im Wechsel mit SWz, WZ und NWz, allerdings kann es aber jederzeit im Frühjahr - auch bis in den Mai hinein - nochmals zu recht markanten Kaltlufteinbrüchen durch Großwetterlagen wie bspw. HNFz, Nz, HNz oder HFz kommen. Das langjährige Mittel der Klimaperiode zeigt, wie schon öfter in den vergangenen Jahren erwähnt, in einigen Zeiträum während des Frühjahrs so manch eine Delle nach unten. Nochmal, auch im Mai dürften abgeschwächte Kaltlufteinbrüche möglich sein, haben dann aber nichts mit den sog. "Eisheiligen" zu tun. Diese "Singularität" war nie eine wirklich vorhandene, desweiteren werden Kaltlufteinbrüche im Mai immer schwächer - was aber nicht heißt, daß es dann und wann doch mal kälter wird als gedacht, diese Gefahr sehe ich im kommenden Frühjahr als eher gering an.
 
Mäandrierungen der Zirkulation begünstigen zwar auch die Bildung von Trog&Tiefdrucklagen wie bspw. TrW, TrM, TM, diese dürften aber schnell durchziehen, außerdem kühlere Hochdruckrandlagen wie HB, welche die einzige dieser Lagen ist der ich es zutraue, auch mal etwas länger zu verweilen, so sie denn überhaupt auftritt.

Die Druckabweichungen könnten sich wie folgt darstellen :
 
(C)KURT HANSEN VIA NOAA

Abweichungen : +1° bis +3° zu 1961-1990, +0,5° bis +2° zu 1991-2020. 

Quelle der Bilder : 
 
https://coralreefwatch.noaa.gov/product/5km/index_5km_ssta.php
https://psl.noaa.gov/cgi-bin/data/getpage.pl
https://psl.noaa.gov/data/composites/day/
https://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/strat/produkte/winterdiagnostics/index.html
http://weather.uwyo.edu/upperair/uamap.shtml





 







Dienstag, 30. November 2021

Winter 2021/2022

 Kurs West-Nordwest!

So und nicht anders sieht der Fahrplan für den kommenden Winter aus, den ich, nach einer kurzen Verifikation des zurückliegenden Herbst, heute besprechen möchte. 

Folgende Druckabweichungen hatte ich vermutet : 

(C)NOAA

Und so schaut das Ergebnis aus : 

(C)NOAA

Allenfalls ein eher mäßiges Ergebnis, einigermaßen gut getroffen der Hochdruck im Bereich Grlnland / Kanada / Westlicher Atlantik, mehr Hochdruck hatte ich Ri. Osten vermutet, in Ri. Sibirien gab es hingegen vermehrt Tiefdruck. 

Ein sehr gutes Ergebnis aber wieder einmal bei der Beurteilung der Großwetterlagen, folgendes hatte ich vermutet : 

Daraus resultierend dürfte es, wie im Sommer, hauptsächlich zu Gemischten und Meridionalen Lagen kommen, allerdings mit Vorteil bei den Gemischten Lagen. Zonale Lagen könnten aber in "Lauerstellung" liegen, hier muss abgewartet werden wie sich die Hurrikan-Saison auf die Zirkulation auswirkt. Bei den Großwetterlagen sind BM, HM, NWa, SWz, HNz, HB, HFz, TrW, TB zu erwarten, ferner evtl. Wz, Wa und WW.

Die Abweichung zu 1961-1990 ( Klimareferenzperiode für Jahreszeiten ) dürfte +1,5° bis +2,5° betragen, zu 1991-2020 +0,5° bis +1°.  

Gemischte Wetterlagen bildeten mit 46 Tagen die Hauptsache, gefolgt von 31 Tagen mit Meridionalen Lagen, gerade einmal 12 Tage entfielen auf Wetterlagen der Zonalen Zirkulation. Die bestimmenden Großwetterlagen des Herbst waren, wie von mir vermutet, BM (24x) NWa (7x) HB (7x) TrW (9x) HB (7x) TrW (9x), nur SWa (10x) und TrM (8x) hatte ich nicht aufgeführt. Ferner traten alle 3 vermuteten Zonalen Wetterlagen auf, jedoch gesamt gesehen wie erwähnt nur an 12 Tagen. 

Bei der Abweichung lag ich nach 1961-1990 nicht richtig, es werden wohl +1,1° sein, nach 1991-2020 dürfte es mit +0,5° Abweichung gerade noch so klappen mit einer richtigen Vermutung. 

Nun zum kommenden Winter. Es steht für mich abermals fest, daß dieser wieder mild ausfallen wird. Man kann natürlich in`s Feld führen daß dies heutzutage keine große Kunst ist. Das mag sein, die Kunst besteht aber darin, Grundstrukturen des Drucks gut zu erkennen, die dominierenden Großwetterlagen zu charakterisieren und den ungefähren Witterrungsverlauf prognostizieren zu können. 

ATLANTISCHE SITUATION

In den vergangenen Monaten präsentierte sich der NAO-Index mal positiv und mal negativ. In den positiven Phasen fällt auf, daß es dabei hauptsächlich Troglagen und Nordwestlich beeinflusste Großwetterlagen gab, was schonmal ein erster Hinweis für die Witterung des Winters sein dürfte. Aktuell dürfte der NAO-Index nach einem kurzen sinken schnell wieder in positive Bereiche ansteigen :


 (C)NOAA

Werfen wir  nun desweiteren einen Blick auf die Abweichungen der Wassertemps, diese geben erste Hinweise bezügl. der Druckentwicklungen und möglicher Großwetterlagen :

(C)NOAA

Mehrere Umstände fallen auf. Zum einen teils sehr warmes Wasser vor der US-Ostküste und im Bereich der Azoren, weiter nördlich bis nach Island teils ausgeglichene, zwischen Island und Grönland deutlich kältere Wassertemps, desweiteren herrschen weiterhin La-Nina-Konditionen im Pazifischen Ozean ( laut den neuesten Verlautbarungen wird sich La-Nina max. bis zum Südhemisphärischen Spätsommer, also Januar/Februar, halten können) und sehr kaltes Wasser im Bereich nördlich und südwestlich der Aleuten. 

Heuer scheint die Entwicklung rund um die Aleuten in einem anderen Kontext zu stehen als vergangenes Jahr, als die Voraussetzungen für die Interaktion mit dem Islandtief fast perfekt schienen, dies aber durch den Grönländischen Hochdruck verursacht durch zwei dicht aufeinander folgende SSW nicht stark zum tragen kamen. In vergangenen Prognosen habe ich ja schon öfters darauf aufmerksam gemacht. In La-Niña-Wintern ist die Intensität des Alëuten-Tiefs stark reduziert. Über Nordamerika ist es verhältnismäßig kalt, weil der Zustrom warmer Meeresluft von Westen fehlt, wodurch im Osten des Kontinents der thermale Kontrast zum Atlantik erhöht und die Zyklogenese angetrieben wird. Die Folge ist eine Intensivierung des Island-Tiefs, das die nordatlantischen Stürme verstärkt, deren Bahnen sich weiter nach Norden verschieben.

 Die vergangenen Druckabweichungen präsentieren sich dort folgendermaßen :


(C)NOAA

(C)HANNA E. ATTARD

Über den Aleuten hat sich sehr starker Hochdruck etabliert, wieder eine entscheidende Schwächung des Aleuten-Tiefs. Zwar ist der Druck über Grönland noch leicht erhöht, hat sich aber in den vergangenen Wochen etwas abgebaut. Im Bereich der Azoren findet sich starker Hochdruck, noch, denn der Atlantik "drückt" und dürfte diesen Hochdruck bald abgebaut haben, was aber nicht unbedingt rein zonale Großwetterlagen verursachen dürfte! Denn zonale Wetterlagen, wie bspw. die klassische Westwindwetterlage Westlage zyklonal, haben sich durch die globale Erwärmung deutlich verändert. Sie haben nicht mehr die Durchschlagskraft vergangener Jahrzehnte, das übernehmen nun Großwetterlagen der Gemischten Zirkulation, die deutlich zugenommen haben. 

NÖRDLICHE HEMISPHÄRE / POLARWIRBEL

Der Polarwirbel zeigt sich aktuell deutlich stärker strukturiert als 2020, die Ozonkonzentration ist niedrig bis sehr niedrig, dies zeigt sich auch in den Abweichungen 





(C)CANADIAN ENVIRONMENT SERVICE

Allerdings muss ich, wie schon öfter in den vergangenen Jahren, anmerken daß das Szenario der sehr kalten Stratopshäre schon öfters gegeben war. So kam es dann in diesem Jahr im Januar / Februar zu gleich zwei starken plötzlichen Stratosphärenerwärmungen innerhalb weniger Wochen, die die Zirkulation durch zwei Versetzungen des Polarwirbels ( sog. "Displacements" ) nachhaltig, nämlich bis in den Mai hinein, auf meridionale, kühle Verhältnisse umstellte und längerfristig hohen Druck über Grönland verursachte.

Zwei Ursachen sind hierfür verantwortlich. Zum einen der anthropogen forcierte Klimawandel. Zwar kühlt sich die Athmosphäre des Polarwirbel einerseits durch den verstärkten Eintrag von Aerosolen ab, andererseits sorgt die Zunahme des Klimaschädlichen CO2 dafür, daß der Polarwirbel in seiner Gesamtstruktur schwächer bzw. anfälliger wird für starke Warmluftadvektion und dadurch Umkehrung der Windverhältnisse.

Kommen wir zur QBO, der "Quasi binären zweijährigen Schwingung", dies ist vereinfacht gesagt eine periodisch athmosphärische Welle des zonalen Winds in der äquatorialen Stratosphäre der Erde.

In der Westphase wird die zonale Zirkulation gestärkt, in der Ostphase geschwächt.

Aktuell befindet sich diese Schwingung im Ostmodus:

Zu sehen ist, daß sich das Zentrum des Polarwirbels auf 10hpa immer noch im Westmodus befindet, weiter unten herrschen neutrale bis leicht positive Bedingungen, dazwischen aber deutlich negative Werte. Aktuell gibt es leichte Veränderungen in den "unteren Stockwerken" Ri. Troposphäre

(C)NASA

In der unteren Stratosphäre Ri. obere Troposphäre sind zum einen die Werte etwas deutlicher ins positive gewechselt, ganz unten hingegen ins negative. So erklärt sich das aktuelle, eher winterliche Wettergeschehen. Es ist aber m.M.n. damit zu rechnen daß durch die aktive Dissipation von Wellen früher oder später auch die untere Stratosphäre / obere Troposphäre in positive Werte und somit eher westlich dominiertes Wetter wechselt. 

Bei den Temps und dem zonalen Wind schaut es aktuell so aus : 


(C)FU BERLIN


 (C)HANNA E. ATTARD

Der zonale Wind zeigt deutlich positive Werte, die Temps der NH sind leicht unterdurchschnittlich, nach einer kurzen Störung - das Zentrum des Polarwirbel orientiert sich kurzzeitig von der zentralen Arktis weg - platziert sich der Polarwirbel wieder im Zentrum der Arktis. 

Eine länger anhaltende Störung des Polarwirbel wie im zurückliegenden Winter erscheint aktuell unwahrscheinlich, unmöglich ist diese jedoch, wie schon erwähnt, nicht. 

Kleine Erwärmungen, sogenannte "Minor Warmings", werden dagegen ganz sicher auftreten, sie kommen jeden Winter vor. Sie sind aber nicht in der Lage, die Windverhältnisse zu ändern.
 
POLARFRONTJETSTREAM & EURASIEN

Der Polarfrontjetstream zeigt sich abermals sehr gut und kräftig strukturiert, leicht mäandrierend in Ri. Nordwest 


 (C)METEOCIEL
 
was sich auch in den kommenden Großwetterlagen niederschlagen dürfte, also Westlich / Nordwestlich dominiert. Für Troglagen könnte es ab und an reichen, einen Durchbruch zu stabilen Winterwetter bieten Tröge jedoch nicht, sie bieten nur Intermezzi. 

Die Verteilung der Kaltluft wird wie folgt prognostiziert
 


 (C)WETTERZENTRALE
 
Es zeigt sich eine Konzentrierung der Kaltluft weit zurückgezogen in den Osten Russlands, und es zeigt sich, daß es, gemessen an der Jahreszeit, relativ wenig Kaltluft über Zentral-Russland gibt, was sich auch in der zurückgezogenen Schneedecke ( siehe weiter unten ) zeigt. Desweiteren wird so bis auf weiteres kein Hoch über Zentral-Russland entstehen welches ein sog. "Ural-Blocking" auslösen könnte, welches u.a. von Dr. Judah Cohen vom AER in den USA als einer der zentralen Bausteine eines SSW mit Polarwirbelsplit gesehen wird. Ein blockierendes Hoch über dem Ural-Gebirge scheint mit Schwerewellen, die weit in die Athmosphäre dissipatieren, die polare Zirkulation nachhaltig zu stören. 
 
Kommen wir zur Eurasischen Schneebedeckung. Diese zeigt ein verändertes Bild im Gegensatz zu 2020
 


 (C)NOAA

2020 war die Schneebedeckung etwas exzentrischer ( entlang der Breitengrade von Nord nach Süd ) ausgeweitet, aktuell zeigt sich die Schneebedeckung v.a. nach Norden zu deutlich radialsymetrisch ( entlang der Längengrade von Ost nach West ) mit weit zurückgezogener Schneebdeckung in Westrussland, was somit  die meridionale Strömungsrichtung der Großwetterlagen nicht begünstigen dürfte, stattdessen werden wahrscheinlich gemischte und zonale Strömungsrichtungen deutlich gestärkt. Desweiteren dürfte, wie oben bereits angesprochen, durch die weniger ausgeprägte Schneebedeckung die Hochdruckentwicklung über Zentralrussland / Sibirien entscheidend geschwächt werden, was östliche Lagen in Ri. Mitteleuropa erschwert.
 
Es bleibt zu sagen daß Mitteleuropa einem Winter entgegen geht, der hauptsächlich von Gemischten Großwetterlagen dominiert sein wird, es dürften aber auch Meridionale Lagen, v.a. Troglagen, hinzukommen. Zu nennen wären NWz / NWa, BM, HM, SWz, SWa, zonale Lagen werden auch auftreten, am ehesten wären heuer wieder die Wz aber auch Wa zu vermuten. Bei meridionalen Wetterlagen könnte es u.a. zu TrM, TrW, TM,HB, TB kommen. Nördliche und Nordöstliche Lagen wie HNa, HNz, HNFa, HNFz, Na, Nz oder SEz dürften eine eher untergeordnete Rolle spielen, sofern sie überhaupt auftreten. 
 
Bedingt durch die oben angesprochene Troglagen wird es kältere und kalte, winterliche Abschnitte geben, sie gehören dazu und kommen in jedem Winter vor, evtl. im Hochwinter ab Januar und / oder der 1ten/2ten Februar-Dekade. Dies ist klimatologisch gesehen die kälteste Zeit des Winters und dazu prädestiniert, mal einen längeren kalten Abschnitt zu liefern. Kältere Abschnitte dürften sich also, wie schon so oft, aus den bereits angesprochenen Trogentwicklungen, Rückseiten von durchziehenden Tiefdruckgebieten und kurzzeitigen Blockadelagen ergeben 
 
Die Druckabweichungen vermute ich wie folgt : 
 
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Die Abweichung zu 1961-1990 ( Klimareferenzperiode für Jahreszeiten ) dürfte +1° bis +2,5° betragen, zu 1991-2020 +0,5° bis +1,5°.  

Quelle der Bilder : 
 
http://www.wetterzentrale.de
http://squall.sfsu.edu/crws/archive/jet_nh_arch.html
http://es-ee.tor.ec.gc.ca/e/ozone/Curr_map.htm
https://www.geo.fu-berlin.de/en/met/ag/strat/produkte/index.html
http://www.atmos.albany.edu/student/hattard/realtime.php
https://acd-ext.gsfc.nasa.gov/Data_services/met/qbo/qbo.html
http://www.climate4you.com/SnowCover.htm
 
Text : (C)Kurt Hansen, Arrondissement Perpignan, Region Occitanie, Departement Pyrénées-Orientales, France.