Donnerstag, 31. August 2017

Herbst 2017

Erst Zyklonal, dann Meridional?

Der zurückliegende Sommer war letzlich doch recht zyklonal geprägt, wenngleich die Frontalzone  sehr weit nördlich orientiert war - in einer kurzen Verifikation werde ich in ein paar Tagen darauf eingehen.

Oft kommt es dann zum Ende des Sommers hin zu einer Beruhigung der Wetterlage, der September 2016 ist dafür ein gutes Beispiel, als nach einem sehr wechselhaften und teils nassen Sommer sehr stabile warm-bis heiße Spätsommerwochen folgten.

So dürfte es dieses Jahr nicht laufen.

Werfen wir einen Blick auf die zurückliegenden Wochen bzw. die dabei aufgetretenen Druckabweichungen



























Der hohe Luftdruck hat sich aus dem südlichen Mitteleuropa nach Osten orientiert während der starke Tiefdruckeinfluß langsam aber sicher von Skandinavien nach Westen zu den Britischen Inseln abzog. Dieser Tiefdruck wird wahrscheinlich durch Hochdruckentwicklung über der Barentssee nach Süden "gedrückt" und für eine durchgreifende Zyklonalisierung der Zirkulation sorgen. Diese Entwicklung wird durch ein starkes Aleutentief gestützt - ein starkes Aleutentief korrespondiert mit starker Tiefdruckentwicklung bei Island, dazu folgender Plot

















Ermöglich wird dies weil das Aleutentief durch den Polarfrontjetstream ( orange eingezeichnet ) die Tiefdruckentwicklung bei Island stützt / fördert. Untersucht wurde das u.a. vom Meteorologischen Institut der Uni Berlin in folgender Studie

http://www.geo.fu-berlin.de/met/bibliothek/Abschlussarbeiten-_Bachelor_Master_/Landrock_-Franz/index.html

Wir finden also einerseits Hochdruck im Arktischen Raum, Tiefdruck im Nordatlantik und wiederum Hochdruck bei den Azoren - fertig sind die perfekten Voraussetzungen für eine Zyklonale Zirkulation. Schaut man sich die Abweichungen der Wassertemperaturen an so ist diese Entwicklung nur logisch




















denn es zeigen sich die entsprechenden Temperaturen : Warmes Wasser in der Barentssee, warmes Wasser bei den Azoren, kühleres Wasser südlich von Grönland / Island, passend dazu die Abweichungen der Lufttemperatur







denn wir finden recht hohe Temperatur abweichungen über der Barentssee - wenig Gegensätze, also Hochdruck-förderlich, hohe Temperaturen bei den Azoren - wiederum Hochdruck-förderlich, und eher kühle bis ausgeglichene Temperaturen über Grönland und südlich von Island, was den Tiefdruck, wenn auch erstnal nur mäßig, stützt.

Das dürfte sich in folgenden Druckabweichungen wiederspiegeln

die zunächst folgende Großwetterlagen favorisieren, nämlich Westlage zyklonal, Nordwestlage zyklonal und später der Übergang zu Troglagen wie Trog Mitteleuropa. Wie schon im zurückliegenden Sommer kann es kurzzeitig zu Brückenschlüssen zwischen dem Hochdruck über den Azoren und dem Hochdruck über Russland kommen. Auf weite Sicht gesehen aber dürfte der Wettercharakter sich größtenteils kühl bis mäßig warm und wechselhaft präsentieren, d.h. daß die aus dem Sommer bekannte Beständigkeit der Unbeständigkeit erhalten bleibt.

Im weiteren Verlauf des Herbst ( mitte / Ende Oktober ) könnten sich die Verhältnisse dahingehend "normalisieren" daß sich die Zirkulation in Großwetterlagen äußert die gemeinhin für den sogenannten "Altweibersommer" stehen, also Süd & Südwestlagen. Zu nennen wäre hier bspw. die Antizyklonale Südwestlage oder das Hoch Mitteleuropa, bei letzterer ist für niedrigere Lagen aber die Nebelgefahr recht groß. Dazu wäre aber u.a der Abbau des hohen Geopotential über der Barentssee nötig der dann ein kippen der Achslage auf Süd/Südwestliche Strömung ermöglicht.Diese Konstellation ist aber von den Möglichkeiten eher im unteren Bereich anzusiedeln, viel wahrscheinlicher ist, daß sich aufgrund der sehr aktiven Hurrikan-Saison im Atlantik starke Tiefdruckgebiete quasi die "Türklinke in die Hand" geben, sich also stetig abwechseln. Auch hier die logische Konsequenz : Dominanz von Westlichen / Nordwestlichen Großwetterlagen ( Westlage zyklonal, Nordwestlage zyklonal )und Trogtendenzen mit den entsprechenden, oben angeführten Auswirkungen.

Zu rechnen ist mit einer ausgeglichenen bis moderat positiven Abweichung von 0,5° bis 1,5° zur Referenzperiode 1961-1990.









Freitag, 26. Mai 2017

Sommer 2017

Herr : Es ist Zeit. Der Sommer wird groß.

In Abwandlung von Rainer Maria Rilke`s Gedicht "Herbsttag" soll es heute darum gehen daß Mitteleuropa evtl. ein über weite Strecken stabiler und sehr warmer Sommer bevorsteht. Aber zunächst mal werfen wir einen Blick auf das vergangene Frühjahr zurück.

Dieses zeichnete sich durch eine bisher selten dagewesene Konzentration von Nordwestlichen Lagen aus. Besonders die Großwetterlage "Nordwestlage antizyklonal" war sehr häufig vertreten, diese sorgte v.a. im März dafür daß dieser als bisher wärmster März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet wurde.

Gut ersichtlich ist dies auf dem Plot des bisherigen Frühjahrs :






















(C) NOAA

Ebenso gut zu erkennen ist eine starke Konzentrierung tiefen Geopotentials über Zentral-Skandinavien und Nordost-Russland. Diese Konstellation sorgte in der zweiten April-Dekade für einen sehr starken Kaltlufteinbruch aus Nord / Nordost der in weiten Teilen Mitteleuropas zu großen Schäden im Obst & Weinbau führte. Zwar sind derartige Spätfröste im fortgeschrittenen Frühjahr nichts besonderes, sie sind im Langjährigen Klimamittel sogar als kleine Delle nach unten zu erkennen. Jedoch waren Länge und Ausprägung dieses Kälteeinbruchs ungewöhnlich stark und daher nicht vorherzusehen. Und es ist festzustellen daß die obigen Druckabweichungen wenig mit den von mir prognostizierten Abweichungen gemein haben :

(C) NOAA

Einzig die Hochdruckbildung im Bereich Iberische Halbinsel / Biskaya / Westliches Mittelmeer hatte ich richtig vermutet. Schade, aber nicht zu ändern. 

Zurück zum kommenden Sommer. Auffallend war in der vergangenen Zeit eine völlige Neuordnung der Druckverhältnisse : 

 (C) NOAA

 Es hat sich eine mächtige negative Druckanomalie im Bereich Neufundland - Azoren - Irland - Island aufgebaut. Dies hat zu einem deutlich nach Westen verschobenen Azorenhoch geführt

(C) Wetterzentrale

 Ursache dafür zeichnet wohl einerseits recht kaltes Wasser im Bereich westlich der Azoren


(C) Tropicaltidbits

im Zusammenspiel mit dort eingeflossener kälterer Luft. Merke : Geringe Gegensätz wie in diesem Falle führen zu Hochdruckbildung, allerdings dann eben nicht im Bereich direkt über den Azoren, sondern westlich davon. Ein starkes Azorenhoch an seinem angestammten Platz ist kein Schönwetter-Garant im Sommer, denn ein solches führt dazu daß Westlich / Nordwestliche Tiefausläufer auf Mitteleuropa übergreifen können.

Hier der Plot der Luft - Temperatur - Abweichungen, schwarz eingekreist der Bereich westlich der Azoren : 

 (C) NOAA

Auffallend war bzw ist weiterhin, daß das Geopotential im Subtropischen Atlantik erhöht ist

(C) NOAA 


Rot eingekreist das erhöhte Geopotential im Subtropischen Atlantik, schwarz eingekreist das tiefe Geopotential im Mittleren / Nördlichen Alantik. Beide Druckgebilde stehen hier für den sog. "East-Atlantic-Pattern", einen Index der der "Nord-Atlantischen-Oszillation" ähnlich ist, wobei sich das Aktionszentrum des "East-Atlantic-Pattern" weit südlicher abspielt als das der "Nord-Atlantischen-Oszillation. Gegenwärtig befindet sich der "East-Atlantic-Pattern" in einer positiven Phase.

In einer solchen positiven Phase fällt auf daß der Subtropenjet, der sich südlich von Neufundland befindet, stärker als normal ausgeprägt ist bzw. die Windgeschwindigkeiten deutlich erhöht sind.

 


(C) NOAA

Diese starken Windanomalien reichen bis in`s Mittelmeer und werden darüber hinaus aktuell nach Norden abgelenkt und reichen bis weit in Nördliche Breiten. Dies zeigt, daß Subtropische Luftmassen bereits jetzt dazu in der Lage sind, bis weit nach Mitteleuropa vorzudringen und einen Höhenrücken ( roter Bogen ) ebendort zu stützen, außerdem sorgen diese Luftmassen bereits jetzt für Hitzewellen in Südwesteuropa.

Eine zusätzliche Verstärkung dieses Effekts dürfte der Westafrikanische Monsun verursachen. Wie das? Der westafrikanische Monsun bringt der Sahlezone im Sommer Regen. Die Niederschläge in Westafrika werden durch die Lage der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ) beeinflusst. Sie verschiebt sich halbjährlich und sorgt insbesondere in den Monaten Mai bis Juli für höhere Niederschlagsmengen in Westafrika.

Nun ist aber ebendiese Innertropische Konvergenzzone nach Norden verschoben wie folgende Grafik zeigt : 
(C) NOAA
Wie man sieht ist die ITCZ im Westen bereits nach Norden verschoben. Es wird vermutet, daß ein derartiges verschieben der ITCZ im direkten Zusammenhang mit den Wassertemperaturen im zentralen / westlichen Mittelmeer zusammenhängt. Wird das Mittelmeer wärmer, steigt in der Luft darüber die Feuchtigkeit. Diese feuchten Luftmassen strömen über Ägypten Richtung Sahelzone und regnen dort ab. Das wiederum wirkt wie eine Art Motor für den Monsun: Die zusätzliche Feuchtigkeit in der Sahelzone verstärkt die Konvektionsströmungen über der Sahelzone. Es steigt mehr Luft auf, was wiederum den Zustrom feuchter Luft aus dem tropischen Atlantik intensiviert. ( Siehe hierzu : http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20348-2016-07-04.html ) 

Und wenn sich der Monsun aufgrund dieser Auswirkungen nach Norden verschiebt dann werden die heißen Luftmassen ebenso nach Norden verschoben :

































(C) Scinexx

Und hier schließt sich nun der Kreis, denn wenn sich heiße Subtropische Luft, ausgehend von der ITCZ, auf den Weg Ri. Norden in`s Westliche / Zentrale Mittelmeer macht dann trifft diese Luft dort auf den Subtropenjet, welcher diese Luft dann weitertransportiert wie oben beschrieben.

All diese von mir beschriebenen Zutaten sollten, sofern sich die Natur ihrer bedient, dazu führen daß sich verstärkt Lagen über Europa bilden die einerseits warm-trockenen Hochdruck fördern, andererseits feucht-heiße Luftmassen ( Gewittergefahr! ) heranführen. Bei den Großwetterlagen dürften Antizyklonale Südwest/Westlagen dominieren, die Lage "Hoch Mitteleuropa" wird zumindest öfter auftreten als in den vergangenen Jahren üblich. Auch die  fragile Wetterlage "Brücke Mitteleuropa" wird sich einstellen, diese hat die Eigenheit daß sie eine "Sollbruchstelle" an ihrer Nördlichen Flanke besitzt die v.a. im Norden / Nordosten und Nordwesten für unbeständiges Wetter sorgt da hier Tiefdruckeinfluß zum tragen kommt.

Wie immer sei erwähnt daß es im Mitteleuropäischen Sommer normal ist daß es Unterbrechungen gibt die sich landesweit in regnerisch-kühlen Wetter äußern können, verursacht durch Zyklonale West/Nordwest- und auch Trog/Tiefdrucklagen wie Trog Mitteleuropa / Tief Mitteleuropa. Das gehört aber dazu, man sollte es nicht extra schreiben müssen aber die Stecknadel-im-Heuhaufen-Sucher sind eben überall. Diese Unterbrechungen dürften von nicht allzu langer Dauer sein, können aber Unwetterartig ausfallen.

Es ist daher damit zu rechnen daß der Sommer über weite Strecken deutlich zu warm und leicht zu sonnig ausfällt. Die Temperatur-Abweichung dürfte sich, orientierend an der International gültigen Referenzperiode 1961 - 1990 im Bereich +1,5° bis +2,5° bewegen.

Montag, 27. Februar 2017

Frühjahr 2017

Die Frühjahrs-Prognose war heuer keine einfache. Auch wenn es nicht den Anschein hatte, so war doch mehr Bewegung und Dynamik in der Athmosphäre der vergangenen Monate als mancher dachte. Blicken wir nochmal kurz auf die Druckabweichungen des vergangenen Winters zurück :

Der hohe Druck im Bereich GB / SKAN erstreckte sich Ri. Osten bis Weisrussland und war nach Osten durch eine schmale Zunge mit Hochdruck über Kanada verbunden.

Zwar wurde oft kolportiert "Der Atlantik ist tot!" weil es Tiefdruckgebiete nicht nach Mitteleuropa schafften, das war aber einzig der Tatsache geschuldet daß diese Tiefdruckgebiete hauptsächlich nach Süden und Norden abtauchten. Im Süden zogen sie dann, verstärkt durch das relativ warme Mittelmeerwasser, nach Südosteuropa und sorgten dort für ungewöhnlich starke winterliche Verhältnisse. Aber "tot" war der Atlantik nie! Vorherrschend waren, wie vermutet, Großwetterlagen der Gemischten Zirkulationsform. Zonal kam so gut wie nie vor - wird erst zum Ende des Meteorologischen Winters, also in den kommenden 2 Wochen ein Thema sein - und auch Meridionale Lagen hatten eher das Nachsehen.

Schaut man sich die Entwicklungen des Februar der vergangenen Tage an so zeigt sich schon ein erster kleiner Hinweis in welche Richtung sich das Frühjahr entwickeln könnte wenn man die richtigen Schlüsse zieht.

Das Azorenhoch ist - gemessen an der Jahreszeit - schon ungewöhnlich kräftig wenn auch nicht zu stark nach Norden verschoben. Im gesamten Nördlichen Atlantik und der NH hat sich eine kräftige Druckanomalie eingestellt. Diese Konstellation wird wohl für einen recht wechselhaften Frühjahrsbeginn sorgen da es nun Atlantische Tiefdruckgebiete eben leichter haben auf Mitteleuropa überzugreifen. Das wäre die kurzzeitige Rückkehr von Zonalen Wetterlagen, die im Winter kaum aufgetreten sind.

Schaut man sich die Wassertemperaturen bzw. die Abweichungen an so fällt auf daß u.a. Nord-und Ostsee und auch Teile des mittleren Atlantiks ( Azoren ) recht mild sind

 und auch in den zurückliegenden Wochen recht mild waren























Daran dürfte sich in den kommenden Wochen wenig ändern und dieser Umstand ist wichtig, denn : "Normalerweise" sind v.a. die Nördlichen Meere nach dem Winter ausgekühlt und mit steigendem Sonnenstand erhöht sich somit auch die Niederschlagstätigkeit v.a. wenn die daraus resultierenden Niederschlagsgebiete nach Mitteleuropa ziehen. Im Umfeld der Küsten bspw. an Nord-und Ostsee bleibt es dann klassischerweise sonnig, wenn auch kühl.

Da heuer dieser Umstand fehlt - die Gegensätze sind auf der NH derzeit zu groß und daher wenig Hochdruckförderlich - dürften es logischerweise daraus resultierende Nördliche Hochdrucklagen schwer haben sich durchzusetzen. Das könnte sich mit fortschreiten des Frühjahrs ändern, dazu müsste aber auf der NH einiges an Umstrukturierung geschehen um Meridionale Lagen zu bevorzugen. "Normalerweise" ist das Frühjahr die Jahreszeit, in der es zu einer verstärkten Dominanz dieser GWL kommt. Es ist aber zu beobachten daß mittlerweile Gemischte und Meridionale Wetterlagen im Frühjahr eine große Rolle spielen, zonale Lagen scheinen so gut wie abgemeldet.

Stattdessen scheinen weiterhin Gemischte Wetterlagen eine größere Rolle zu spielen, wie schon im Winter. Denkbar wäre  - sollte sich wie von mir vermutet verstärkte Tiefdrucktätigkeit im östlichen Atlantik bzw. in einem Streifen südöstlich Island / Grönland / Neufundland bilden - Hochdruckbildung im Bereich Iberische Halbinsel / Biskaya / Westliches Mittelmeer wie hier zu sehen

aber ebenso wäre ein Szenario denkbar indem es zwar zu einer Hochdruckbrücke Azoren / Westrussland kommen könnte, sich aber der Tiefdruck im Westlich / Nordwestlichen Raum dergestalt verstärkt daß Zonale Lagen und Zyklonale Nordwestlagen öfters Einfluss nehmen könnten




























Welches der beiden Szenarien das wahrscheinlichere darstellt vermag ich abschließend nicht zu sagen. Die Tendenz des Winters - eher trocken und sonnig, natürlich mit regionalen Unterschieden - dürfte sich im späteren Verlauf des Frühjahrs fortsetzen. Und wie immer, auch wenn es eigentlich klar sein sollte : Kaltlufteinbrüche durch Trog & Nordlagen sind, wie die oben genannten West & Nordwestlagen, jederzeit möglich, besonders in der 2ten Dekade des April um den 17.04 herum. Das langjährige Mittel der Klimaperiode zeigt nämlich in diesem Zeitraum eine Delle nach unten.

Bezügl. der Abweichung zur Klimatologischen Referenzperiode 1961 - 1990 erwarte ich ca. 1,5° bis 2,5°.

Quelle der Plots : https://www.esrl.noaa.gov/psd/data/histdata/

Sonntag, 27. November 2016

Winter 2016 / 2017

Kampf der Systeme!

Der zurückliegende Herbst wartete mit Entwicklungen auf die so nicht vorhersehbar waren. Besonders hervorzuheben ist ein sehr früher Split des Polarwirbels, welcher sich bereits Ende Oktober / Anfang November ereignete. So früh wurde dies bisher nie beobachtet. Hervorgerufen wurde der Split durch warme Rekordtemperaturen in der Arktis und durch zusätzlichen Wärmeeintrag eines stark mäandrierenden Jetstream.



Daraus resultierte eine Meridionale Strömungsrichtung der Großwetterlagen mit Advektion von Maritimer Polar & Arktikluft nach Mitteleuropa. Nur kurzzeitig konnten sich Zonale und Gemischte Wetterlagen durchsetzen und für Abmilderung sorgen.

Von diesem Schlag hat sich die Nördliche Hemisphäre bis dato nicht vollständig erholt, und es ist fraglich, ob eine Erholung überhaupt zur Debatte steht, auch wenn sich, bedingt durch die Polarnacht, immer mehr Kälte auf der Nördlichen Hemisphäre konzentriert. Die Temperaturen werden wohl bis auf weiteres rekordverdächtig warm bleiben und für Störungen der Polaren Zirkulation sorgen.

 Dieser Umstand bedeutet aber nicht automatisch das auftreten eines eisig kalten Winters, wie auf machen Seiten im Internet bereits kolportiert wird.

ATLANTISCHE SITUATION

Vor der Brutstätte der Atlantischen Tiefdruckgebiete, Neufundland, befindet sich seit längerem eine stark positive Wasseranomalie, rot eingekreist

welche im Zusammenspiel mit recht warmen Temp-Abweichungen dort ( je höher von grün bis rot umso höher die Abweichung )

dafür gesorgt hat daß sich einerseits im Mittel & Nordatlantischen Gebiet recht starker Hochdruck entwickelt hat welcher immer wieder Großwetterlagen der Meridionalen Zirkulation förderte, u.a. Hoch Britische Inseln, andererseits schwächte diese Entwicklung die Stärke der Atlantischen Tiefdruckgebiete. Die oben angesprochene Hochdruckentwicklung wiederum hatte auch Auswirkungen bis in`s Nordmeer, Folge : die Atlantischen Tiefdruckgebiete tauchen entweder über oder unter das Hoch durch und ziehen nach Skandinavien bzw. nach Südeuropa. Für Mitteleuropa bedeutet dies weiterhin eher kühle bis kalte Verhältnisse bei unterdurchschnittlichen Niederschlägen.





NÖRDLICHE HEMISPHÄRE / POLARWIRBEL

Hier lässt sich derzeit eine interessante Entwicklung der Ozonkonzentration beobachten. Dies ist m.M.n. einer der wichtigsten Trigger für Veränderungen dort, nicht der alleinige! Das möchte ich festgestellt wissen.

Um bspw. einen Polarwirbelsplit bzw. ein Major Warming zu stützen müsste via Jetstream verstärkter Eintrag von Ozon in die untere Stratosphäre stattfinden, dort wird dann vemehrt UV-Licht absorbiert, Folge -> Erwärmung der unteren Stratosphäre. Und da ein Ozonfluß von der Stratosphäre in die Troposphäre stattfindet, müssten sich Veränderungen dann in einem erhöhten Ozongehalt der Troposphäre äußern. Da Ozon eine recht hohe Materiedichte aufweist begünstigt dies eine große Erwärmung der Umgebung.

Darüber hinaus wird vermutet, daß die Stratosphäre mittels Dissipation von Wellen zumindest passiv an Veränderungen der Troposphäre beteiligt ist.


Zwar ist die Sonneneinstrahlung der NH im Winter deutlich reduziert, was vordergründig gegen einen Abbau von UV-Licht durch Ozon und eine Erwärmung spricht, für die untere Athmosphäre ( Troposphäre ) trifft das wohl so zu, nicht aber für die obere Athmosphäre ( Stratosphäre ). Dort ist genug UV-Strahlung vorhanden, wie auch ein recht hoher Ozongehalt.

In der Troposphäre bspw. entsteht Ozon dann hauptsächlich durch Spaltung von Stickoxiden, während es weiter oben durch Spaltung von Sauerstoffatomen durch die angesprochene UV-Strahlung entsteht.

Die derzeitigen Prognosen der Ozon-Konzentration sehen einen Verstärkung des Ozongehalts besonders stark im Grönländisch - Ostkanadischen Bereich

















was sich auch in der Prognose der Abweichungen vom Klimatologischen Mittelwert des Ozons wiederspiegelt

















Würde es nun zu einem Split oder einer Konzentration von Kältepotential direkt in eben diesem Bereich kommen so wäre evtl. folgendes Szenario denkbar : Neben dem bereits existierenden starken Sibirischen Kälteblock ( hervorgerufen durch eine recht starke und weit ausgreifende Schneebedeckung ) würde sich ein zweiter Kälteblock über Grönland / Ostkanada bilden. dieser sorgt für Tiefdruckbildung ausgehend von Grönland nach Süden und iniziiert eine Südwestlich geprägte Strömung. Allerdings würde weiterhin auch bodennahe Kaltluft aus Ost einsickern

Desweiteren wäre denkbar daß sich Kältepotential von Kanada aus bis nach Amerika in die Nördlichen Bundesstaaten / Neufundland ausdehnt ( bisher war die Entwicklung von Kältepotential im Bereich Nördliche Bundesstaaten / Neufundland zu gering um Zyklogenese zu fördern, also starke Tiefdruckgebiete ) und für eine, wenn auch leicht schwache, Zonalisierungstendenz auf dem Atlantik sorgt.
Um einen nachhaltigen Wintereinbruch hervorzurufen müsste der Split bspw. eher in einer Achse östlich von Grönland an Spitzbergen und Island vorbei verlaufen, dadurch würde der Atlantik "abgeriegelt", Kaltluft arktischen Ursprungs kann von Nord / Nordost auf Mitteleuropa übergreifen, als Beispiel sei hier der Split von Januar 2013 genannt. Die Kaltluftkörper hatten sich damals entsprechend positioniert, Warmluft konnte aus dem Atlantik weit nach Norden via Island vordringen und das ganze entsprechend verstärken

Da sich aber in den entsprechenden Gebieten ( siehe weiter oben ) keine erhöhte Ozonkonzentration findet und auch keine Verstärkung prognostiziert wird ist mit einem Split an dieser Stelle derzeit und bis auf weiteres nicht zu rechnen.

VORLÄUFIGES FAZIT

Es ist eher damit zu rechnen daß es zu einem Wechselspiel, zu einem "Kampf der Systeme" kommt bei der mal die eine, mal die andere Seite den Vorteil hat. Dies würde für den Winterverlauf bedeuten daß sich relativ kühle bis kalte ( besonders im Hochwinter Januar / Anfang Februar, man muss es eigentlich nicht extra erwähnen, ich tue es dennoch da die Stecknadelsucher ja überall sind, hier sind Troglagen wie Trog Mitteleuropa die Schnee & Winterbringer ) und auch leicht milde Lagen abwechseln. Die Grundströmung würde bei kühlen bis kalten Lagen bodennahe Kaltluft aus N / NO bedeuten. Bei den Großwetterlagen rechne ich mit einer deutlichen Dominanz von Gemischten Lagen, Zonale & Meridionale Lagen dürften im heurigen Winter eine eher untergeordnete Rolle spielen, wobei ich hier annehmen würde daß Zonale Lagen Platz 2 und Meridionale Lagen Platz 3 belegen.

Grob gesehen ( ganz genau kann man das soweit im voraus nicht prognostizieren ) dürften sich die Druckabweichungen folgendermaßen gestalten :

Bei der Abweichung zur International gültigen Klimareferenzperiode 1961 - 1990 ist eine große Bandbreite möglich, nämlich von ausgeglichen bis zu mild, also +0,5° bis +1,5°.

Quellen der Bilder :
http://exp-studies.tor.ec.gc.ca/cgi-bin/dailyMaps?language=e&fsource=all&fday=all&region=n
http://www.esrl.noaa.gov/psd/data/composites/day/
http://www.wetterzentrale.de/

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Hochdruck Oktober - Hochdruck im Januar? Außerdem : Schnee und Eis aktuell.

In diesem außerplanmäßigen Kommentar möchte ich untersuchen ob an der in letzter Zeit öfters zu lesenden Behauptung daß Hochdruck über Nordeuropa / Skandinavien zu Hochdruck im Hochwinter -> Januar führt etwas wahres dran ist. Beide Varianten sorgen für kühle bis kalte Wetterverhältnisse in Mitteleuropa.
Persönlich war und bin ich der Meinung daß sich Wetter nicht wiederholt und v.a. daß sich die Natur nicht an die vom Menschen aufgestellten Regeln hält.

Aktuell sorgt ein Hochdruckgebiet über Skandinavien für recht kühle Temperaturen in Mitteleuropa. Es sei jedoch erwähnt daß ein sogenannter "Kaltlufttropfen", also ein abgeschlossenes Tiefdruckgebiet östlich von Mitteleuropa ein zusätzlicher Wegbereiter für die kontinentale Kaltluft aus Nord / Nordost war. Darüber hinaus sorgte dieser Kaltlufttropfen dafür, daß auf seiner Rückseite feuchte Meeresluft miteinfloß. 

Hierzu musste ich also zunächst mal die Kartenarchive bemühen und die Jahre heraussuchen, in denen, wie aktuell, Hochdruck über dem nördlichen Europa relativ häufig vorkam.

Es stellten sich folgende Jahre heraus : 2015, 2010, 2007, 2005, 2003, 2002, 1997.

Das ergibt 7 Jahre, und diese Anzahl ist nicht ausreichend um einen kausalen Zusammenhang zwischen Hochdrucklagen im Oktober und Januar herzustellen, egal ob zutreffend oder nicht zutreffend!

Dennoch habe ich mir die Jahre vorgenommen und die entsprechenden Großwetterlagen analysiert. Übereinstimmungen sind rot markiert.

(Auswertungen der Großwetterlagen unter Zuhilfenahme des Wetterlagenarchivs auf www.sklima.de)


Oktober 1997
Hoch Nordmeer-Island, antizyklonal
meridional
HNA
8 x
Nordlage, zyklonal
meridional
NZ
6 x
Nordwestlage, antizyklonal
gemischt
NWA
5 x
Südwestlage, zyklonal
gemischt
SWZ
5 x
Hoch Mitteleuropa
gemischt
HM
4 x
Südwestlage, antizyklonal
gemischt
SWA
3x

Januar 1998
Westlage, zyklonal
zonal
WZ
14 x
Hoch Nordmeer-Island, antizyklonal
meridional
HNA
7 x
Südwestlage, antizyklonal
gemischt
SWA
5 x
Nordostlage, zyklonal
meridional
NEZ
5 x

Fazit : Zutreffend. 

Oktober 2002
Südwestlage, zyklonal
gemischt
SWZ
9 x
Westlage, zyklonal
zonal
WZ
8 x
Hoch Nordmeer-Fennoskandien, antizyklonal
meridional
HNFA
7 x
Nordwestlage, zyklonal
gemischt
NWZ
4 x
Hoch Mitteleuropa
gemischt
HM
3 x

Januar 2003
Westlage, antizyklonal
zonal
WA
9 x
Hoch Britische Inseln
meridional
HB
7 x
Westlage, zyklonal
zonal
WZ
4 x
Hochdruckbrücke (Rücken) Mitteleuropa
gemischt
BM
4 x
Nordlage, zyklonal
meridional
NZ
4 x
Trog Westeuropa
meridional
TRW
3 x

Fazit : Nicht zutreffend. 

Oktober 2003
Nordwestlage, zyklonal
gemischt
NWZ
8 x
Hoch Nordmeer-Fennoskandien, antizyklonal
meridional
HNFA
7 x
Hoch Nordmeer-Island, zyklonal
meridional
HNZ
7 x
Trog Westeuropa
meridional
TRW
5 x
Südwestlage, zyklonal
gemischt
SWZ
4 x

Januar 2004
Hochdruckbrücke (Rücken) Mitteleuropa
gemischt
BM
9 x
Trog Mitteleuropa
meridional
TRM
6 x
Winkelförmige Westlage
zonal
WW
6 x
Südliche Westlage
zonal
WS
5 x
Nordwestlage, zyklonal
gemischt
NWZ
4 x
Westlage, zyklonal
zonal
WZ
1 x

Fazit : Nicht zutreffend. 

Oktober 2005
Südostlage, antizyklonal
meridional
SEA
8 x
Südwestlage, zyklonal
gemischt
SWZ
7 x
Hoch Nordmeer-Fennoskandien, antizyklonal
meridional
HNFA
5 x
Südlage, antizyklonal
meridional
SA
5 x
Hochdruckbrücke (Rücken) Mitteleuropa
gemischt
BM
3 x
Westlage, zyklonal
zonal
WZ
2 x
Übergang/unbestimmt

U
1 x
  

Januar 2006
Hoch Mitteleuropa
gemischt
HM
11 x
Hoch Britische Inseln
meridional
HB
6 x
Südostlage, antizyklonal
meridional
SEA
5 x
Nordwestlage, zyklonal
gemischt
NWZ
5 x
Trog Mitteleuropa
meridional
TRM
4 x

Fazit : Nicht zutreffend.

Oktober 2007
Hochdruckbrücke (Rücken) Mitteleuropa
gemischt
BM
15 x
Hoch Fennoskandien, zyklonal
meridional
HFZ
5 x
Trog Westeuropa
meridional
TRW
4 x
Hoch Britische Inseln
meridional
HB
4 x
Südwestlage, antizyklonal
gemischt
SWA
3 x

Januar 2008
Westlage, zyklonal
zonal
WZ
8 x
Südwestlage, antizyklonal
gemischt
SWA
7 x
Winkelförmige Westlage
zonal
WW
5 x
Südostlage, antizyklonal
meridional
SEA
3 x
Hochdruckbrücke (Rücken) Mitteleuropa
gemischt
BM
3 x
Nordwestlage, zyklonal
gemischt
NWZ
3 x
Trog Mitteleuropa
meridional
TRM
1 x
Übergang/unbestimmt

U
1 x

Fazit : Nicht zutreffend.



Oktober 2015
Südostlage, zyklonal
meridional
SEZ
5 x
Nordostlage, antizyklonal
meridional
NEA
4 x
Tief Britische Inseln
meridional
TB
4 x
Hoch Fennoskandien, antizyklonal
meridional
HFA
3 x
Nordostlage, zyklonal
meridional
NEZ
3 x
Hochdruckbrücke (Rücken) Mitteleuropa
gemischt
BM
3 x
Westlage, antizyklonal
zonal
WA
3 x
Hoch Mitteleuropa
gemischt
HM
3 x
Südostlage, antizyklonal
meridional
SEA
3 x

Januar 2016
Südliche Westlage
zonal
WS
11 x
Westlage, antizyklonal
zonal
WA
9 x
Hoch Mitteleuropa
gemischt
HM
5 x
Hoch Fennoskandien, zyklonal
meridional
HFZ
3 x
Nordlage, zyklonal
meridional
NZ
3 x


Fazit : Zutreffend. 

Wir stellen fest : in 7 Jahren gab es 2mal eine Übereinstimmung, nämlich 1997 und 2015. In den übrigen Jahren finden sich keinerlei Gemeinsamkeiten bezügl. des auftretens von Nördlich orientierten Hochdruck und Hochdruck im Hochwinter.

Kommen wir zu zwei weiteren Themen die den kommenden Winter behandeln. Normalerweise behandele ich den Winter erst Ende November, da einige Parameter den Winter betreffend erst mitte / Ende November feststehen.

Heuer scheint es aber besonders früh loszugehen mit entsprechenden Prognosen und Mutmaßungen in den Wetterportalen. Und da gibt es das ein oder andere geradezurücken.

Stichwort Schnee & Eisbedeckung der Nördlichen Hemisphäre. Schon in meiner Winterprognose 2012 / 2013 hatte ich diese zum Thema gemacht :

Nun, die Theorie der Wissenschaftler ist, daß durch eine mangelnde Eisbedeckung im Winter, hervorgerufen durch eine starke Schmelzrate im arktischen Sommer (!), das Sonnenlicht nun stärker absorbiert wird. Im Folge dessen erwärmt sich das Wasser stärker als sonst üblich, und diese Wärme wird in den Folgemonaten an die Athmospäre abgegeben. Dies wiederum lässt die thermalen Gegensätze ( kalt/warm ) schwächer werden, was zu einer Abschwächung der Nordatlantischen Oszillation führt. Diese ist durch ihre Tiefdruckentwicklung für die vielen eher gemäßigten Winter in Mitteleuropa verantwortlich.

Und was das Schmelzen des Schnees angeht, so wurde dies in der Winterprognose 2013 / 2014 besprochen :

Durch die deutlich geringere Schmelzrate des Schnees wurde wesentlich weniger Süßwasser in den Labradorstrom eingeführt, dies hat zur Folge daß die Zyklongenese, also die Tiefdruckproduktion bei Neufundland, ungestört verlaufen kann.

Aktuelle Situation ist die, daß die Schmelzrate des Schnees im Arktischen Sommer von Juni bis August sich folgendermaßen darstellt :

 Juni



 Juli


 August




 Zusammenfassend kann man sagen daß die Schmelzrate des Schnees im Arktischen Sommer im Juni die dritthöchste nach 2012 und 2015 war. Im Juli lag sie ungefähr gleichauf mit 2015, 2011, 2010 und 2008.  August schließlich zieht mit 2015, 2014, 2008, 2006 und 2005 ungefähr gleich. Inwiefern sich die Schmelzrate nun auf die Tiefdruckproduktion bei Neufundland auswirkt muss noch abgewartet werden.

Beim Arktischen Eis schaut die aktuelle Situation folgendermaßen aus :




Das Rekordminimum von 2012 wurde verfehlt, ein Gleichschritt mit 2007 und 2015 lässt sich nicht von der Hand weisen.

Ich halte die Meereis-Fläche an sich für nicht so stark ausschlaggebend für den Winterverlauf, denn  in der Polarnacht ändern sich die Strahlungsverhältnisse nicht und die Temperatur bleibt konstant niedrig. Jedoch wurde einem Bereich des Meereis  erhöhte Aufmerksamkeit zuteil: die Eisbedeckung der Kara-und der Barentssee. Laut einer Studie von Vladimir Petoukhov vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung  kann wenig Eis auf der Barents-Kara-See die Begünstigung des Einströmens kalter Polarluft nach Europa forcieren.






















Schauen wir uns also die Jahre an, in denen fehlende Eisbedeckung über der Barents - Kara - See für kühle bis kalte Abschnitte im Winter in Mitteleuropa sorgte :





















































































Und nun als Vergleich die Jahre, in denen es in Mitteleuropa zu Mildwintern kam, die aber auch den ein oder anderen kälteren bzw. winterlichen Abschnitt brachten :


























































































 Unterschiede bezügl. der Eisbedeckung über der Kara - Barentssee sind kaum auszumachen.

Es gilt aber hier das wie oben gesagte : um einen kausalen wissenschaftlich stichhaltigen Zusammenhang herzustellen sind 4 Beispiele naürlich zu wenig. Es sind aber interessante Details über die man sonst eher wenig liest. 

Desweiteren bin ich weiterhin der Meinung daß die entscheidenden Parameter für den Winter in Mitteleuropa westlich / nordwestlich zu suchen sind, also alles das, was sich im Bereich Grönland / Nordkanada / Neufundland / Baffinbay / Labradorstrom abspielt. Die Kaltluftvorstöße aus diesen Bereichen auf den Nordatlantik besitzen in ihrer Ausprägung wesentlich mehr Energie als Kaltluftvorstöße östlich / nordöstlich von uns über Kontinentalmasse.

Bleibt also weiter das abwarten und beobachten der Winterwichtigen Parameter. Wr lesen uns wieder Ende November!

Quelle der Bilder :

http://climate.rutgers.edu/snowcover/
http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/
http://scilogs.spektrum.de/wblogs/gallery/16/petoukhov_schematic.jpg
http://www.meereisportal.de/meereisbeobachtung/aktuelle-beobachtungsergebnisse-aus-satellitenmessungen/karten-meereisausdehnung-arktisantarktis/